Parks fit for our cross-border future
Über das Projekt
Über das Projekt
Parks sind bedeutende Erholungsräume und touristische Ziele für die lokale Bevölkerung sowie für Besucher*innen aus den Grenzregionen. Aufgrund ihrer einzigartigen Lage in Stadtzentren sind sie zunehmend dem Druck durch Klimawandel, Urbanisierung und steigender Besucherzahlen ausgesetzt – insbesondere die Parks in Schönbrunn und Eisenstadt. Die Projektaktivitäten in Stupava fördern die Erhaltung des kulturellen Erbes und die Attraktivität dieses Standorts.
Das Hauptziel des Projekts ist die Nutzung des Potenzials der grenzüberschreitenden Region SK-AT und die Förderung eines nachhaltigen Kulturtourismus durch den Ausbau von Wissensgrundlagen, den Austausch von Know-how und die Umsetzung innovativer Investitionsmaßnahmen. Das Projekt ist in zwei Arbeitspakete unterteilt, die sich auf die Verbesserung der Verwaltung historischer Parks, die Ausbildung von Fachkräften und den Wissenstransfer auch über das Programmgebiet hinaus konzentrieren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend bei der Umsetzung von Pilot-Infrastrukturmaßnahmen genutzt, die aktive Freizeitgestaltung fördern und gleichzeitig auf die Auswirkungen des Klimawandels reagieren. Das endgültige Ziel ist die kulturelle Belebung revitalisierter historischer Parks durch öffentliche Veranstaltungen und die Verbreitung des Bewusstseins für die lokale Geschichte, einschließlich ihrer Digitalisierung.
Projektinformationen
• Projektbudget: 3.137.353,79 EUR
• Kofinanzierung durch den EFRE: 2.509.883,04 EUR
• Projektlaufzeit: 01.04.2024 – 31.03.2027
• Projektakronym: ParksFit4Future
• Projektnummer: 404401DRF5
Projektpartner
• Selbstverwaltungskreis Bratislava
• Schlosspark Eisenstadt Erhaltungs GmbH
• HBLFA Gartenbau und Österreichische Bundesgärten
• Kleinkarpatisches Kulturzentrum in Modra
Strategische Projektpartner
• Forschung Burgenland GmbH
• Österreichische Gesellschaft für historische Gärten
• Slowakische Technische Universität in Bratislava: Fakultät für Bauwesen, Lehrstuhl für Architektur
Neuigkeiten
Revitalisierung des Schlossparks in Stupava
05.02.2025 – Der Selbstverwaltungskreis Bratislava hat mit der Revitalisierung des Schlossparks in Stupava begonnen. Ziel ist die Wiederherstellung des historischen Charakters des Parks mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Anpassung an den Klimawandel und Steigerung des Erholungspotenzials. Das Projekt umfasst umfassende Maßnahmen wie die Erneuerung der Grünflächen, Wasseranlagen, Infrastruktur, Ausstattung und architektonische Details. Das Ergebnis soll ein moderner, sicherer und ökologischer Raum sein, der gleichzeitig den Denkmalschutz und die historische Gestaltung des Parks aus dem 18. Jahrhundert respektiert. Teil der Erneuerung sind u. a. die Rekonstruktion historischer Gartenbereiche mit Brunnen, die Wiederherstellung von Wasserläufen, Brücken und des Sees und sowie die Einrichtung eines Lehr-Lapidariums. Neue Ausstattung, ein interaktiver Pfad durch ein Feuchtbiotop, ein Kamerasystem und neue Beleuchtung sollen den Komfort und die Sicherheit der Besucher*innen erhöhen.
11.03.2025 – Die Rekonstruktion des Schlossparks in Stupava schreitet erfolgreich voran, und die erste Phase der Arbeiten nähert sich dem Abschluss. Der Selbstverwaltungskreis Bratislava konzentrierte sich auf die Entfernung beschädigter und ungeeigneter Bäume, wodurch historisch wertvolle Bäume hervorgehoben und Sichtachsen zum Schloss und zum See wiederhergestellt wurden. Ziel des Projekts ist es, dem Park seinen ursprünglichen englischen Charakter aus dem 18. Jahrhundert zurückzugeben und ihn gleichzeitig modernen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Sicherheit und Klimaanpassung gerecht zu machen. In den nächsten Phasen sind die Revitalisierung von Feuchtgebieten, Wasseranlagen einschließlich eines historischen Wasserfalls sowie der Bau eines Lapidariums und barrierefreier Wege mit neuer Ausstattung geplant.
Maßnahmen für den Eisenstädter Schlosspark
Neben den fachlichen Impulsen und Vernetzungen, die das Interreg-SK-AT-Projekt ParksFit4Future im Rahmen des Cross-border Open Garden Days und gemeinsamen Exkursionen bietet, ist in Kooperation mit der FH Burgenland die Gründung einer Traditional School for Gardening vorgesehen. Der Ausbildungsschwerpunkt liegt einerseits auf der praxisorientierten Vermittlung historisch fundierten Gartenwissens und andererseits auf der Einbeziehung klimarelevanter Aspekte. Im Eisenstädter Schlosspark ist als konkrete Maßnahme die Erneuerung des historischen Wasserkreislaufs geplant. Die Arbeiten zur Errichtung einer modernen Pump-Druck-Leitung haben bereits 2025 begonnen.
Events
Cross-border Open Garden Day
Am 16. Oktober 2025 lud die Schlosspark Eisenstadt Erhaltungs GmbH zum Cross-border Open Garden Day in die Orangerie des Schlossparks Eisenstadt ein. Rund 115 Gäste aus Österreich und der Slowakei, darunter auch zahlreiche interessierte Schüler*innen, nahmen teil, um sich über die aktuellen Herausforderungen historischer Gärten im Klimawandel auszutauschen beziehungsweise neuen Input aus Fachvorträgen zu ziehen.
Das Programm umfasste drei Fachvorträge zur Geschichte des Schlossparks Eisenstadt, zum örtlichen Baubestand sowie den meteorologischen Veränderungen in der Region. Im Anschluss folgten eine Führung durch den Schlosspark, eine Podiumsdiskussion sowie ein exklusiver Besuch des Archivs durch aktive Gärtner*innen der jeweiligen Projektpartner*innen. Dieser Besuch markierte zugleich den offiziellen Kick-Off des Teilprojekts Traditional School of Gardening.
Bei der Führung durch den Schlosspark wurden erste Maßnahmen aus der Finanzierung im Rahmen des Interreg-SK-AT-Projekts ParksFit4Future gezeigt, darunter ein Wasserfall beim Leopoldinentempel, der dank einer neu installierten Pumpdruckleitung wieder in Betrieb genommen werden konnte.
schrittweise fortgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Besucher*innenlenkung und -information. Diese soll mittels moderner Infopulte umgesetzt werden.
Pressekonferenz in Eisenstadt
Die Pressekonferenz des Projekts ParksFit4Future, organisiert vom Projektpartner Schlosspark Eisenstadt Erhaltungs GmbH , fand am 14. Oktober 2024 statt und stellte die zentralen Aktivitäten und Ziele des Projekts zur Erhaltung und Entwicklung historischer Parks in den Grenzregionen von Slowakei und Österreich vor. Hauptthema war die Revitalisierung historischer Parks im Kontext des Klimawandels und deren weitere Nutzung als Erholungs- und Kulturorte. Projektbeteiligte aus Österreich und der Slowakei – darunter Vertreterinnen der Stadt Eisenstadt, des Schlossparks Eisenstadt, der Österreichischen Bundesgärten und des Bratislava Kreises – präsentierten geplante Maßnahmen sowie die Bedeutung des Projekts für lokale Gemeinschaften und den nachhaltigen Tourismus.
Die Botschaft der Konferenz war, dass das Projekt den grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch sowie die Einführung klimaangepasster Lösungen und moderner Technologien unterstützt – etwa die Wiederherstellung des historischen Wasserkreislaufs im Schlosspark Eisenstadt.
Im Anschluss an die Pressekonferenz fand ein Arbeitstreffen der Projektpartner statt, bei dem aktuelle Informationen zur Umsetzung der einzelnen Aktivitäten, die Koordination weiterer Schritte in den Arbeitspaketen, finanzielle und administrative Fragen sowie die gemeinsame Planung kommender Ergebnisse und Kommunikationsmaßnahmen zur Sichtbarmachung des Projekts und seiner Resultate besprochen wurden.
Konferenz „Historische Parks im Bratislava Kreis“
Die vom Projektleitpartner Selbstverwaltungskreis Bratislava organisierte Konferenz fand am 6. Juni 2024 statt und war zugleich die Auftaktveranstaltung des Projekts ParksFit4Future. Sie wurde im Rahmen der Initiative „Wochenende der offenen Parks und Gärten“ durchgeführt und widmete sich dem Austausch von Erfahrungen, Fachwissen und Best-Practice-Beispielen im Bereich der Revitalisierung historischer Parks und Gärten – insbesondere im Kontext nationaler Kulturdenkmäler und des Klimawandels.
Das Programm beinhaltete Fachvorträge zur Verwaltung und zum Management historischer Parks, Diskussionen über Ansätze zur Erneuerung sowie die Präsentation inspirierender Lösungen aus dem Ausland – konkret aus Frankreich, Österreich und Tschechien. Die Teilnehmer*innen nahmen außerdem an der feierlichen Eröffnung des Schlossgartens in Modra und einer kommentierten Führung teil, die dessen historische und natürliche Bedeutung näherbrachte. Die Konferenz bot Raum für fachlichen Austausch, grenzüberschreitende Kontakte und die Förderung eines nachhaltigen Umgangs mit dem kulturellen und natürlichen Erbe der Region.











