Turning Points – Museums for a Democratic Future

Über das Projekt

Das Projekt Turning Points – Museums for a Democratic Future verbindet eine einzigartige grenzüberschreitende Partnerschaft zwischen dem Stadtmuseum Bratislava (MMB) und dem Volkskundemuseum Wien (VKM). Turning Points schafft eine Plattform für internationale Zusammenarbeit, den Austausch von Erfahrungen sowie die Entwicklung innovativer Ansätze zur Vermittlung von Geschichte an ein zeitgenössisches Publikum.
Ziel des Projekts ist es, die Rolle von Museen als aktive gesellschaftliche Akteure zu stärken – nicht nur als Bewahrer des kulturellen Erbes, sondern auch als Orte des Diskurses über aktuelle gesellschaftliche Themen, Identität und demokratische Werte.
Der zentrale Ansatz des gemeinsamen Projekts liegt in der Analyse jüngerer historischer Ereignisse und gesellschaftlicher Prozesse, die die Region geprägt haben. Im Fokus steht die Frage, wie sich Zivilgesellschaften entwickelt und gegenseitig beeinflusst haben. Durch die Untersuchung der slowakisch-österreichischen Beziehungen im postbipolaren Kontext (d. h. seit dem Fall des Eisernen Vorhangs) wird der komplexe Prozess der Entwicklung der Zivilgesellschaft in verschiedenen historischen Phasen aufgezeigt und die Bedeutung sowie die Anwendung demokratischer Werte in der Gesellschaft verdeutlicht.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts sind zudem bedeutende Investitionen in die Infrastruktur. In Bratislava entsteht eine neue Außenstelle des MMB im Bürgerhaus in der Beblavého 1, die auf die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts ausgerichtet ist. In Wien wird ein ehemaliger ziviler Luftschutzbunker im Schönbornpark revitalisiert und künftig als Raum für öffentliche Veranstaltungen, Diskussionen und Bildungsaktivitäten genutzt.

Projektziele (und erwartete Ergebnisse):

  1. Ausbau der Infrastruktur, Entwicklung eines hochwertigen Kulturangebots im Stadtzentrum von Wien und Bratislava, öffentlich verwaltete zugängliche Kulturräume. Es geht darum, diese Gebäude/Denkmäler zu sanieren, ihre Nutzung zu ändern, sie der Öffentlichkeit (inklusive Tourismus und lokaler Besuchsgruppen) zugänglich zu machen und sie in multidisziplinäre Kultur-, Bildungs- und Informationszentren umzuwandeln.
  2. Sammlungslücken identifizieren und schließen: denn eine Lücke von Objekten im Museum bedeutet eine Lücke der Erinnerungen und somit ein Verschwinden unterschiedlicher Lebenswelten und Erfahrungen
  3. Etablierung eines gemeinsamen Forschungsvorhabens zur Einordnung und Weiterentwicklung historischer wie gegenwärtiger Prozesse. Dabei ist die erweiterte Zugänglichmachung zu kulturellem Erbe im analogen wie digitalen Raum, etwa durch neue digitale Tools und Formate, das Ziel.
  4. Entwicklung der Zusammenarbeit: Die Erkenntnis der Notwendigkeit, Ideen auszutauschen, Konzepte zu entwickeln und mit anderen Museen/Institutionen zusammenzuarbeiten. Das Projekt als Ausgangspunkt und Inkubator, um mit anderen Museen in ähnlicher Weise zusammenzuarbeiten und ein Netzwerk gleichgesinnter Institutionen aufzubauen.
  5. Weiterentwicklung der Demokratiebildung durch die Förderung historischer Kompetenzen und kritischem Hinterfragen von geschichtlichen Ereignissen sowie durch das Wahrnehmen und Verstehen der Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart (Unterstützung beim Aufbau einer aktivven Zivilgesellschaft)

Gesamte förderfähige Projektkosten:     2.840.895 EUR
Kofinanzierung aus EU-Mitteln:                 2.272.716 EUR
Budget des Lead-Partners – MMB:          2.109.637 EUR/ Davon Beitrag aus EU-Mitteln  1.687.709 EUR
Budget des Projektpartners – VKM:           731.258 EUR/ Davon Beitrag aus EU-Mitteln 585.006,57 EUR

News

Die Implementierung des Projekts Turning Points ist in vollem Gange, und bereits seit den ersten Tagen sind eine intensive Zusammenarbeit der Partnerorganisationen, ein hohes Arbeitsengagement der einzelnen Teams sowie – besonders wichtig – eine ausgezeichnete arbeitsbezogene und menschliche Chemie erkennbar. Obwohl das Projekt offiziell erst im Dezember 2025 gestartet ist, sind Tempo und sichtbarer Fortschritt bereits in dieser frühen Phase deutlich wahrnehmbar.
Zu den markantesten Meilensteinen zählten die Pressekonferenz (3.12.2025), die das Projekt symbolisch eröffnete, sowie das darauffolgende erste Kick-off-Treffen der Projektpartner (4.12.2025). Neben diesen „großen“ Momenten lebt das Projekt jedoch vor allem von der täglichen Zusammenarbeit an einzelnen Themen, der laufenden Abstimmung der Teams und dem schrittweisen Zusammensetzen des gesamten Projektmosaiks. Einen „Blick hinter die Kulissen“ – etwa in den Prozess der Erarbeitung der Kommunikationsstrategie und in die Teamarbeit – bieten Fotografien von Arbeitstreffen, die dokumentieren, wie das Projekt Turning Points Schritt für Schritt Gestalt annimmt.

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