Systemic and Sustainable Integration in Network Care

Wir tragen zur systemisch-nachhaltigen Integration von Innovationen in der Pflege und weiteren sozialen Dienstleistungen in der Grenzregion SK–AT bei.

Das Projekt SySI Net Care denkt Pflege neu – vernetzt, sozial innovativ und grenzüberschreitend.

Systemic and Sustainable Network Care (kurz: SySI Net Care, 2025-2028) ist ein Projekt zwischen der Slowakei und Österreich, das darauf abzielt, Pflege und damit verbundene soziale Dienstleistungen zu verbessern. Das Projekt arbeitet an aktuellen regionalen Herausforderungen in Bratislava, Trnava, Burgenland, Niederösterreich und Wien.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels vernetzt SySI Net Care Akteur*innen aus Österreich und der Slowakei, um innovative, praxisnahe und skalierbare Lösungen für die Versorgung pflegebedürftiger und vulnerabler Menschen mit Hilfe von regionaler Expertise zu entwickeln. Diese sollen nachhaltig in den im Projekt beteiligten Regionen verankert werden.
Dafür entwickelt das Projekt konkrete Vorschläge für bilaterale Kooperationen, etwa zur Abstimmung von Personalstrategien in grenznahen Regionen oder zur gemeinschaftlichen Nutzung digitaler Lösungen im Gesundheits- und Pflegebereich. Begleitend trägt das Projekt dazu bei, das Bewusstsein für den Wert von übergreifenden bzw. zivilgesellschaftlichen Netzwerken und die daraus freigesetzte Kreativität für Innovation in der breiteren Öffentlichkeit zu stärken.

Das Projekt wird von der Ekonomická Univerzita v Bratislave (EUBA) koordiniert und gemeinsam mit vier weiteren Organisationen aus Forschung und Sozialer Innovation umgesetzt: Sociálni Inovatori (SI), Hochschule Burgenland, Verein für Soziale Innovation Wien und dem Zentrum für Soziale Innovation (ZSI).

HERAUSFORDERUNGEN & ZIELE
Ein Blick in die Regionen zeigt deutliche Unterschiede: Während Wien über zentral koordinierte Strukturen in Pflege und Betreuung verfügt, kommt dem Burgenland mit seiner im Bundesvergleich zu Wien älteren Bevölkerungsstruktur eine besondere Gestaltungsaufgabe zu. Dort wurden bereits innovative Modelle umgesetzt, etwa die stärkere Einbindung und Anstellung betreuender Angehöriger sowie der Ausbau regionaler Pflege und Betreuungszentren. In den slowakischen Regionen zeigen sich differenzierte Ausgangslagen: Die Region Bratislava ist durch eine vergleichsweise dynamische und jüngere Bevölkerungsstruktur geprägt, während die Region Trnava stärker von alterungsbedingten Herausforderungen betroffen ist. Niederösterreich wiederum steht vor ähnlichen demografischen Entwicklungen wie das Burgenland, wenngleich eingebettet in einen größeren, heterogenen Versorgungsraum. Diese unterschiedlichen regionalen Erfahrungen bieten wertvolle Ansatzpunkte für gegenseitiges Lernen und die Entwicklung übertragbarer Lösungen im Pflege und Betreuungsbereich. Vor diesem Hintergrund stehen folgende Projektziele:

• Vergleichende Analyse der vier Projektregionen zu Herausforderungen und Innovation in der sozialen Pflege

• Strukturierter Austausch von Praxiswissen und Fachkenntnissen zur Förderung von Peer Learning und gegenseitigem Lernen

• Entwicklung von differenzierten, praxisnahen Empfehlungen für die kommunale Entscheider:Innen und die zivilgesellschaftliche Vertreter:Innen

• Entwicklung konkreter Vorschläge für bilaterale Kooperationen, etwa zur Abstimmung von Personalstrategien in grenznahen Regionen

• Gezielte Vernetzung bestehender personeller Ressourcen sowie Nutzung innovativer Finanzierungsansätze zur Schaffung von Synergien und systemischer Zusammenarbeit

• Aufbau eines transregionalen Netzwerks zwischen unterschiedllichen Akt:eurInnen, zum Beispiel von Sozialunternehmer:innen, Organisationen mit öffentlichem Auftrag und bestehenden öffentlich privaten Partnerschaften im österreichisch-slowakischen Grenzraum.

• Stärkung sozialer Innovator:innen durch bessere Sichtbarkeit und Artikulation ihrer Bedürfnisse und Interessen in fragmentierten sozialwirtschaftlichen Ökosystemen beider Länder.

• Förderung der gemeinsamen Nutzung digitaler Lösungen im Gesundheits- und Pflegebereich.

RÜCKFRAGEN
Für Fragen und Anregungen können Sie folgende E-Mail-Adresse nutzen:
Mag. Pamela Bartar MAS (ZSI), sysinetcare@zsi.at