Ökologische Innovationen und Biotechnologie für eine nachhaltige Pflanzenproduktion

Über das Projekt

Projektbezeichnung: Ökologische Innovationen und Biotechnologie für eine nachhaltige Pflanzenproduktion

Akronym: ECOINPRO

ITMS Antragscode: NFP404101C565

ITMS Projektcode: 404101C565

Aufruf – Aufrufcode: INTERREG SK-AT/2023/1_smart

Program: Interreg Slovensko – Rakúsko 2021-2027

Kofinanziert aus dem: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Priorität: 1. Eine wettbewerbsfähige grenzüberschreitende Region

Spezifisches Ziel: 1.1 Entwicklung und Ausbau von Forschungs- und Innovationskapazitäten und Übernahme fortschrittlicher Technologien

Projektlaufzeit: 10/2025 – 09/2028

Die gesamten förderfähigen Ausgaben für die Durchführung der Projektaktivitäten betragen 890 544,87 EUR, davon entfallen 712 435,89 EUR auf Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

PROJEKTPARTNER:

Fördernehmer: Národné poľnohospodárske a potravinárske centrum www.nppc.sk

Partner 1: Bio Forschung Austria www.bioforschung.at

Partner 2: Univerzita sv. Cyrila a Metoda v Trnave www.ucm.sk

STRATEGISCHE PARTNER:

Strategischer Partner 1: Ministerstvo pôdohospodárstva a rozvoja vidieka SR

Strategischer Partner 2: Stadt Wien – Klima, Forst- und Landwirtschaftsbetrieb

Strategischer Partner 3: Universität für Bodenkultur (BOKU) Institut für Pflanzenzüchtung

Das Hauptziel des Projekts ECOINPRO besteht darin, durch die Zusammenarbeit der Projektpartner zu Innovationen im Bereich der Produktion innovativer Pflanzen und pflanzlicher Biotechnologien beizutragen. Wissenschaftlich konzentriert sich das Projekt auf die Erforschung innovativer Kulturpflanzen wie Tritordeum sowie Bioweizen- und Farbweizensorten, die sich für eine ökologische und nachhaltig ausgerichtete Pflanzenproduktion eignen. Das Projekt befasst sich mit der Identifizierung der Krankheitsresistenz dieser Getreidearten, dem Vorkommen biologisch aktiver Verbindungen, die ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber biotischem und abiotischem Stress unterstützen, der Bewertung ihrer ernährungsphysiologischen und verarbeitungstechnologischen Eigenschaften sowie der Untersuchung ihres Wurzelsystems, einschließlich der Mykorrhizakolonisation und deren Einfluss auf die Effizienz der Nährstoff- und Wasseraufnahme. Das Projekt reagiert auf die Tatsache, dass trotz vorhandener Teilstudien die Eignung dieser Kulturpflanzen für die agrarklimatischen Bedingungen der Grenzregion zwischen der Slowakei und Österreich nicht ausreichend bekannt ist, was deren praktischer Anwendung durch lokale Produzenten und Verarbeiter entgegensteht. Ziel ist es daher, wissenschaftlich fundierte und verlässliche Informationen über ihr Anbaupotenzial unter den spezifischen Bedingungen der Region bereitzustellen, um die Verfügbarkeit hochwertiger Rohstoffe für den lokalen Markt zu erhöhen und die biologische Produktion zu unterstützen. Ein weiterer wesentlicher Bereich des Projekts ist die Entwicklung von Biopestiziden für eine ökologisch nachhaltige landwirtschaftliche Produktion. Diese Biopestizide basieren auf pflanzlichen Rohstoffen und nutzen Metabolite verschiedener Pflanzenarten und Flechten, deren Gewinnung mithilfe von in vitro-Kultivierungssystemen optimiert wird. Sie sind mit dem biologischen Landbau kompatibel und reagieren auf aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit Klimawandel, Auftreten von Krankheitserregern, Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern, wobei sie eine ökologische Alternative zu konventionellen synthetischen Produkten darstellen. Beide Forschungslinien werden durch eine gemeinsame Projektstruktur miteinander verknüpft und durch Demonstrations-, Disseminations- und Bildungsaktivitäten unterstützt.

Das Projekt wird eine Reihe gemeinsamer wissenschaftlicher und praxisorientierter Ergebnisse hervorbringen, die in enger grenzüberschreitender Zusammenarbeit entwickelt werden. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören eine umfassende Charakterisierung innovativer Getreidearten unter Feld- und Laborbedingungen in der Slowakei und in Österreich, einschließlich ihrer ernährungsphysiologischen, technologischen, verarbeitungstechnischen und agrobiologischen Eigenschaften. Das Projekt liefert verifizierte Informationen über ihre Anpassungsfähigkeit an die agrarklimatischen Bedingungen der Region sowie über ihre Resistenz gegenüber biotischem und abiotischem Stress. Im Bereich des biologischen Pflanzenschutzes bringt das Projekt eine Reihe wissenschaftlicher und anwendungsorientierter Outputs hervor, die sich auf pflanzliche und flechtenbasierte Extrakte sowie biologisch aktive Metabolite mit potenziellen bioziden und biopestiziden Wirkungen konzentrieren. Im Rahmen des Projekts werden einheitliche Verfahren und experimentelle Protokolle für die Etablierung und Kultivierung von Pflanzen in vitro, für die Gewinnung von Extrakten und sekundären Metaboliten sowie für deren Anwendung auf Pflanzen erarbeitet. Die Forschungsergebnisse werden in Fachberichten zusammengefasst, die Wirksamkeitstests der Extrakte, Daten zur antiviralen Aktivität von Flechtenmetaboliten sowie einen Vorschlag für potenzielle Pilotproduktionssysteme für Biopestizide in vitro enthalten. Diese Ergebnisse liefern Produzenten, Forschenden, Hochschulen und Beratungsorganisationen verlässliche Informationen über wirksame Stoffe und deren potenzielle Nutzungsmöglichkeiten in der biologischen Pflanzenproduktion.

Neuigkeiten

Kick-off-Meeting in Piešťany – 12. November 2025

Am 12. November 2025 fand in Piešťany das Eröffnungstreffen (Kick-off-Meeting) der Partner des grenzüberschreitenden Projekts ECOINPRO statt. Diese Veranstaltung markierte den offiziellen Beginn der Aktivitäten, die im Rahmen des Programms Interreg Slowakei – Österreich 2021–2027 umgesetzt werden.

An dem Treffen nahmen nicht nur die Projekt- und strategischen Partner aus beiden Ländern teil, sondern auch ein Vertreter des Gemeinsamen Sekretariats des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms SK–AT. Die slowakische Seite wurde durch das Nationale Landwirtschafts- und Lebensmittelzentrum (NPPC) als Lead-Partner des Projekts sowie durch die St.-Cyrill-und-Method-Universität in Trnava (UCM) in der Rolle des Projektpartners vertreten. Die österreichische Seite war durch Bio Forschung Austria (BFA) als Projektpartner sowie durch die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) als strategischen Partner vertreten.

Hauptziel des Treffens in Piešťany war eine detaillierte Information über die Projektstruktur sowie die Angleichung der Sichtweisen hinsichtlich der primären Projektziele. Die Partner definierten gemeinsam die geplanten Projektergebnisse (Outputs) und Meilensteine und verabschiedeten den Zeitplan der Aktivitäten für den kommenden Zeitraum. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Diskussion war die Koordinierung der Aufgaben der einzelnen Partner sowie die Festlegung effizienter Managementprozesse. Der abschließende Teil des Treffens war der Vereinbarung konkreter Vorgehensweisen zur Umsetzung der geplanten Aktivitäten gewidmet, die den grenzüberschreitenden Wissensaustausch im Bereich ökologischer Innovationen stärken sollen.

Outputs