Families and Schools Together: Inclusive Education and Youth Support in the SK–AT Border Region

Über das Projekt

Gemeinsam für Familien und Schulen: Inklusive Bildung und Jugendförderung in der SK–AT-Grenzregion

Wichtige Daten zum Projekt:

Projektpartner:

Federführender Partner: Diakonie Bildung

Partner: Kommission für Jugend der Erzdiözese Bratislava/Kommission für Jugend der Erzdiözese Bratislava

Strategischer Partner:

Europabüro der Bildungsdirektion Wien

Ombudsmann für Kinder der Slowakei

Selbstverwaltungsbezirk Bratislava

Projektbudget: Das Gesamtbudget des Projekts beträgt 733.886,01 €. Davon stammen 587.108,81 € aus dem EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung).

Projektdauer: 01.05.2026 – 31.12.2028

Förderprogramm: Interreg Slowakei – Österreich 2021-2027

Über das Projekt:

Der Bildungserfolg von Kindern in der Grenzregion Wien–Bratislava hängt stark von der sozialen Herkunft ab. Viele Familien können ihre Kinder nur beschenkt austeinten, während Schulen und Fachkräfte wachsenden Erdensungen in Elternarbeit, Inklusion und Jugendbegleitung gegenüberstehen – oft ohne ausreichende Ressourcen. Es fehlt an grenzüberschreitenden Ansätzen, die Eltern einbinden und Fachkräfte unterstützen. Das Projekt ist daher notwendig, um Chancengerechtigkeit zu fördern und die soziale sowie emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

 

Projektziel:

Das Projekt FAMSCHOOLS setzt auf einen integrativen, grenzüberschreitenden Ansatz, der Schulen, Jugendzentren, NGOs und Familien miteinander vernetzt. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau von Kompetenzen bei Pädagog:innen, Lehrkräften und Jugendarbeiter:innen durch sietelige Fortbildungen, praxisnahe Materialien und Austauschformate sowie die Stärkung von Eltern durch Workshops und leichte Unterstützungsangebote. Zu den zentralen Maaschen zählt der Aufbau eines grenzüberschreitenden Netzwerkes von Schulen, Jugendzentren und NGOs aus der Slowakei und Österreich. Die Entwicklung mehrsprachiger Handbücher, Webinare und interaktiver Materialien zu den Themenschwerpunkten Elternkooperationen in der Bildung und Jugendarbeit sowie inklusivem Lernen. Darauf aufbauend die Feuchtung grenzüberschreitender Fortbildungen sowie familienorientierter Workshops und Begegnungen zwischen Wien und Bratislava. Durch die Verknüpfung von formaler und non-formaler Bildung, die Förderung von Inklusion und mentaler Gesundheit sowie den Aufbau nachhaltiger Netzwerke schafft das Projekt Nachhaltigkeitsstrukturen, die die Zusammenarbeit aller stärkt und die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen zerstört.

Kick-Off Veranstaltung in Bratislava am 18.06.2026

Bratislava | 18.06.2026 | Instagram post

Am 18. Juni fand im Martineum in Bratislava die Auftaktkonferenz (Kick-off) unseres Projekts statt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Zahlreiche interessierte Teilnehmer:innen aus der Slowakei und Österreich kamen zusammen, um gemeinsam den Beginn des Projekts zu feiern.

Die Konferenz bot Heike Summerer (Projektleiterin) und Marek Vranka (Vorsitzender der Jugendkommission der Erzdiözese Bratislava) die Gelegenheit, den Gästen die Inhalte und Ziele von FAMSCHOOLS näher vorzustellen. Abgerundet wurde der Vormittag durch Fachvorträge: Mag. Matúš Reiner präsentierte eine Studie zur aktuellen Situation von Jugendlichen in der Slowakei, und Assimina Gouma von der Pädagogischen Hochschule Wien sprach über die Bedeutung der Elternkooperation für Schulen und Kinder.

Am Nachmittag fand eine spannende Podiumsdiskussion zum Thema „Förderung von Kindern und Jugendlichen in einer inklusiven Gesellschaft in der slowakisch-österreichischen Grenzregion“ statt. Zum Abschluss hatten die Besucher*innen noch die Gelegenheit, den Martinsdom in Bratislava zu besichtigen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung konnten wir auf die Wichtigkeit des Projekts aufmerksam machen und FAMSCHOOLS einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

 

Round Table: Vom Schweigen zum offenen Gespräch

Bratislava | 24.09.2026 | Instagram-Post

Am Donnerstag, dem 24. September, fand im Rahmen des Projekts FAMSCHOOLS eine Diskussion von Schlüsselakteur:innen statt – von Vertreter:innen der Selbstverwaltung über Schulen und staatliche Institutionen bis hin zu Fachleuten sowie Organisationen, die mit Jugendlichen und Familien arbeiten.

Gemeinsam suchten wir nach Lösungen in den Bereichen Krisenkommunikation, aktives Zuhören, Aufbau emotionaler Resilienz und Prävention sozialer Isolation bei jungen Menschen. Dank der Veranstaltung konnten wir zu mehreren wesentlichen Erkenntnissen gelangen:

In erster Linie haben wir festgestellt, dass junge Menschen heute einem enormen Leistungsdruck, Zukunftsängsten und der Sinnsuche ausgesetzt sind. Sie brauchen einen geschützten Raum, an dem sie sich sicher fühlen können, um gesunde Beziehungen aufzubauen und sich zu entfalten.

Wir haben auch das Thema digitale Technologien im Leben junger Menschen aufgegriffen: Wir leben in einer Zeit, in der die virtuelle Welt und soziale Netzwerke ein ganz natürlicher Teil des Alltags junger Menschen sind. Verbote und Restriktionen funktionieren oft nicht so, wie wir es uns wünschen – viel wichtiger sind das Setzen klarer Grenzen, der Aufbau von Vertrauen und das Anbieten sinnvoller Alternativen in der realen Welt. Unser Ziel darf nicht nur sein, Kinder aus der Online-Welt herauszureißen, sondern sie gemeinsam zu begleiten und ihnen den Wert von echten Erlebnissen, Sport, Gemeinschaft und Kreativität aufzuzeigen.

Ebenso haben wir die Schlüsselrollen der einzelnen Akteur*innen benannt: Familie, Schule und Expert*innen. Es ist unerlässlich, dass Erwachsene – Eltern, Lehrkräfte und Fachleute – ihre Kräfte bündeln, miteinander kommunizieren und sich gegenseitig unterstützen. Wenn unsere Arbeit und Interventionen wirksam sein sollen, müssen wir den Heranwachsenden mit Verständnis begegnen, ihnen aufmerksam zuhören und ihre Reaktionen nicht reflexartig als falsch verurteilen, sondern als ihren Weg begreifen, sich selbst zu finden.

Das Fazit für eine gelingende Begleitung junger Menschen stützt sich vor allem auf zwei zentrale Säulen: eine gesunde, klare Neudefinition von Grenzen, verbunden mit einer natürlichen und verlässlichen Unterstützung der Jugendlichen.

Wir bereiten bereits weitere Veranstaltungen im Format „Round Table“ in Wien und Bratislava vor!

 

Kommende Veranstaltungen

Round Table: Zusammenarbeit mit Eltern in Schulen und Jugendzentren – Chancen und Herausforderungen

Am 8. Oktober 2026 findet das nächste Treffen aus unserer Fachgesprächsreihe statt. Diesmal suchen Expert:innen im gemeinsamen Austausch nach Antworten und Lösungen rund um die Chancen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schulen und Jugendzentren.

Das Treffen findet in Wien statt; eingeladen sind Fachleute zu diesem Thema aus Österreich und der Slowakei.

Weitere Round Tables folgen am 12.11.2026 (wieder in Wien) sowie am 03.12.2026 in Bratislava.

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